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„Königstraum und Massenware. 300 Jahre europäisches Porzellan. “

Kurzbeschreibung

Mitlerweile konnte das Porzellanikon über 25.000 Besucher empfangen! Mit mehr als 1000 Exponaten von einer auf mittlerweile 90 internationale Institutionen angewachsenen Leihgeberzahl, verheißt die größte Porzellanausstellung, die es je in Europa gab, in der Tat Außergewöhnliches.

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Detailinformationen

„Diese Ausstellung wird überregional die größte Porzellanausstellung 2010 sein. Und sie ist wichtig, weil sie von einem Museum veranstaltet wird, das Bayern weit herausragend ist.“ Wilhelm Wenning, Regierungspräsident von Oberfranken, ließ bei der Pressekonferenz am 30. Juli keinen Zweifel an der Bedeutung der Großausstellung „Königstraum und Massenware. 300 Jahre europäisches Porzellan“, die vom 24. April bis zum 02.11.2010 im Porzellanikon Selb und Hohenberg a. d. Eger stattfinden wird. Mit mehr als 1000 Exponaten von einer auf mittlerweile 90 internationale Institutionen angewachsenen Leihgeberzahl, verheißt die größte Porzellanausstellung, die es je in Europa gab, in der Tat Außergewöhnliches. Eine Pressekonferenz Ende letzter Woche im Porzellanikon Selb informierte über Neuigkeiten in den Ausstellungsvorbereitungen. Eingeladen dazu hatten der Landrat des Landkreises Wunsiedel im Fichtelgebirge Herr Dr. Karl Döhler und der Museumsdirektor Wilhelm Siemen. Der Presse Rede und Antwort standen neben diesen beiden und dem Regierungspräsidenten weitere Vertreterinnen des Museums und als Elfriede Schneider für die regionale Medienpartnerin, die Frankenpost Verlags GmbH.

Neue Glanzstücke für die Ausstellung

Wie die Kuratorin der Jubiläumsschau, Dr. Sabine Zehentmeier, referierte, werden darunter bspw. drei Medici-Porzellane aus dem Bestand des British Museums London sein, ein Vorläufer des 1708 erstmalig erfolgreich synthetisierten chinesischen Hartporzellans. Weltweit existieren davon nur mehr 52 Stück. Bei dem unlängst stattgefundenen wissenschaftlichen Symposium mit 32 Porzellanexperten aus 11 Ländern konnten, so Zehentmeier, weitere wichtige Kontakte geschlossen werden. So werden nun auch Exponate aus dem russischen Peterhof die Schau bereichern. Außerdem Stücke aus dem türkischen Topkapi Palace Museum, wo sich die größte Porzellansammlung außerhalb Chinas befindet. Doch Zehentmeier ließ kein Zweifel daran, dass die wichtigsten Porzellane zumindest der deutschsprachigen Gebiete aus den Beständen des Porzellanikon – Deutsches PorzellanMuseum selbst stammen: „ Wir haben“, so Dr. Zehentmeier, langjährige Kuratorin am Porzellanikon, „die größte und bedeutendste Sammlung deutschen Porzellans und sind hier die führende Institution.“

Riege namhafter Kuratoren steht fest

Bei dem Ausstellungsteil, der im Porzellanikon Hohenberg a. d. Eger gezeigt wird, handelt es sich um einen Zeitstrahl vom Barock bis zum Art Déco. Hier liegt die Kuration beim Museumsteam selbst. Für die fünf Themeninseln im Porzellanikon Selb hingegen hat man Fremdkuratoren gewonnen. François Burkhardt, ehemaliger Direktor des CCI Abtl. Design und Architektur am Centre Pompidou, zeichnet hier für die Themeninsel Design verantwortlich. Dr. Katia Baudin (stellvertretende Direktorin am Museum Ludwig, Köln) wird die Auswahl zeitgenössischer Künstler treffen, die gemeinsam mit der Porzellanmanufaktur Nymphenburg mit Porzellanplastiken den Ausstellungsteil „Porzellan wird Kunst“ bestreiten werden. Die traditionsreiche Manufaktur konnte erst unlängst gewonnen werden und Dr. Zehentmeier betonte, wie glücklich man über diese zugesagte Zusammenarbeit sei. Die Kunsthistorikerin Dr. Andrea Röber, Hamburg kuratiert das Themengebiet Porzellan und Architektur, während Elisabeth Budde, Transparent Design FfM die Auswahl der Stück zum Thema Lifestyle trifft. Der Ausstellungsteil „300 + X“ wird zeigen, was Porzellan in der Zukunft sein kann. Bislang konnten 10 europäische Hochschulen für Forschungs- und Entwicklungsbeiträge gewonnen werden, was von Prof. Hubert Kittel, Burg Giebichenstein, Hochschule für Kunst und Design Halle, betreut wird.

Anspruchsvolle Ausstellungsarchitekturen

Für die Ausstellungsarchitekturen konnten u. a. ausgewiesene Architekturbüros gewonnen werden, was eine höchst abwechslungsreiche und hochrangige Präsentation der insgesamt 3500qm umfassenden Schau verspricht. So wird die komplette Ausstellung in der ehemaligen Hutschenreuther-Villa in Hohenberg von Tido Brussig aus München entworfen. In Selb hingegen werden auf den verschiedenen Themeninseln unterschiedliche Gestalter tätig. Der Designer Marcello Morandini hat erste begeisternde Entwürfe zum Thema Architektur vorgelegt. Für die Porzellane der zeitgenössischen Kunst wird die Fachhochschule Coburg das Ausstellungsinterieur erarbeiten. Die Bereiche Architektur und Lifestyle wird „Die Werft“ (Hamburg) betreuen und für das Porzellan der Zukunft gestaltet die Hochschule Halle das passende Ausstellungsumfeld.

Katalogwerk im Schuber

700 Seiten soll der zweisprachige Katalog (deutsch/englisch) umfassen. Die Kuratorin versprach bei aller gebotenen Wissenschaftlichkeit einen „eher episch gefassten“, also allgemein verständlichen, lebendig abgefassten Katalog. Dieser solle, so Zehentmeier, „einem Roman gleichen“, sich also immer wieder an den Persönlichkeiten orientieren, die als Entwerfer oder Besitzer etwa hinter dem Porzellan stehen und auf eine unterhaltsame, wenngleich sicherlich lehrreiche Art die Geschichte des europäischen Porzellans in den letzten dreihundert Jahren erzählen.

Partner und Sponsoren

Als regionaler Medienpartner konnte die Frankenpost Verlags GmbH gewonnen werden. Deren Vertreterin, Elfriede Schneider, hob hervor, dass der Verlag die Ausstellung als „sehr willkommenen Anlass sähe, das Image der Region zu verbessern“ und sich deshalb freue, die Schau unterstützen zu können. „Täglich kommen Institutionen dazu, die sich mit dieser Ausnahmeausstellung verbinden wollen“, hob der Landrat des Kreises Wunsiedel im Fichtelgebirge, Dr. Karl Döhler hervor, im Hinblick auf die wachsende Zahl der Sponsoren.

Für Döhler steht außer Zweifel, dass keine andere Region, die er als „hidden champion“ bezeichnete, eine Porzellanausstellung dieser Größe realisieren könnte. Gerade im Hinblick auf die Leihgaben sprach er davon, dass dies „eine Sache des Vertrauens“ sei, was mit der Tatsache zu tun habe, dass in Oberfranken und der Oberpfalz immer noch mehr als 60% des europäischen Porzellans hergestellt werden.

Wilhelm Wenning sprach in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Oberfrankenstiftung als einem der Hauptsponsoren von der Wichtigkeit des Porzellans, gerade für das Selbstverständnis der Bevölkerung. „Dass diese überregional größte Porzellanausstellung da stattfindet, wo man Porzellan eben herstellt, wird auch wirtschaftliche Auswirkungen haben“, so Wenning. Er unterstrich, dass über den aus Franken stammenden Wirtschaftsminister Karl-Theodor von und zu Guttenberg auch der Staatsminister für Kultur und Medien Dr. Michael Naumann und damit die Bundesregierung gewonnen werden konnte, die Ausstellung finanziell zu unterstützen.

Beginn der Marketingaktion

Mit einem neuen Key Visual startet man jetzt in die heiße Phase der Ausstellungsbewerbung. Die Pressesprecherin des Hauses, Gabi Dewald, stellte erste Werbemittel vor. In Zusammenarbeit mit der Kultur- und Tourismusagentur projekt2508 wurde ein Marketingplan an den Start gebracht, der sowohl Individualbesucher wie Gruppenreiseveranstalter bedient. Bis Herbst soll ein umfangreiches Rahmenprogramm feststehen. Dieses wird sowohl individuell buchbare Angebote beinhalten, wie einen Veranstaltungskalender, der kulturelle Highlights aneinander reihen soll.

Abschließend sprach der Direktor des Porzellanikons Wilhelm Siemen von den großen Hoffnungen, die sich über das Museum hinaus mit dieser Ausstellung verbinden und vom Porzellan als einem wesentlichen Kulturträger. „Das Porzellanikon ist ein global player“, so Siemen. Und im Hinblick auf die Ausstellung schloss er: “Hier bewähren sich unsere langjährig geknüpften europäischen Netzwerke.“

Veranstalter

Porzellanikon Selb - Europäisches Industriemuseum für Porzellan

Porzellanikon Hohenberg - Deutsches Porzellanmuseum

Veranstaltungsort

Porzellanikon Selb - Europäisches Industriemuseum für Porzellan
Porzellanikon Hohenberg - Deutsches Porzellanmuseum
Selb / Hohenberg

Auskunft

Porzellanikon - Die Museen in Hohenberg und Selb, Pressestelle
Gabi Dewald
Werner-Schürer-Platz 1
95100 Selb
+49(0)92 87.9 18 00-41
+49(0)92 87.9 18 00-30
http://www.porzellanikon.org
pressestelle@porzellanikon.org

Info & Hintergrundgespräche: Dr. Sabine Zehentmeier
Porzellanikon Selb / Hohenberg
Werner-Schürer-Platz 1
95100 Selb-Plößberg
0 92 87/9 18 00-26

Am Sonntag, den 20. Juni, konnte man in der großen Jubiläumsausstellung „Königstraum und Massenware. 300 Jahre europäisches Porzellan“ die 25 000ste Besucherin begrüßen. Der Landrat des Kreises Wunsiedel, Dr. Karl Döhler und Wilhelm Siemen, Direktor von Europas größtem Porzellanmuseum, begrüßten gemeinsam Katja Straubinger-Wolf aus Rehau mit einem großen Blumenstrauß im Porzellanikon Selb. Außerdem gab es eine persönliche Führung durch die Museumsleitung für die Gemeindeberaterin und den sie begleitenden Ehemann. Eine „Überraschungstüte“, die unter anderem eine Jahreseintrittskarte enthielt und Porzellan, das extra anlässlich der erfolgreichen Großausstellung angefertigt worden war, wird die erfreute Besucherin nachhaltig an diesen Ausstellungsbesuch erinnern. Katja Straubinger-Wolf, die sich als „leidenschaftliche Oberfränkin“ bezeichnet und beruflich viel reist, war allerorten auf die Ausstellung aufmerksam geworden. „Das tolle Ausstellungsplakat ist mir überall aufgefallen, zum Beispiel auf den Bahnhöfen. „Es freut mich, dass gerade diese Region mit so einem tollen Projekt überall so gut da steht und zur Geltung kommt!“ Das Ehepaar war von der Ausstellung begeistert: „Wir wollten nachschauen, ob die Ausstellung wirklich so gut ist, wie das Plakat vermuten lässt. Aber jetzt werden wir sicherlich alle unsere Freunde und allen Besuch, den wir bis zum Ausstellungsende am 2. November bekommen, mit ins Porzellanikon nehmen.“ In der achten Woche seit der Eröffnung am 24. April freute man sich im Porzellanikon Selb und Hohenberg a.d. Eger über die erreichte Besucherzahl von 25 000 und strebt nun der Marke 50 000 zu.

Internet

http://www.porzellanikon.org
dtporzellanmuseum@porzellanikon.org

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