Europäisches Museum für Modernes Glas

Nach nur einjähriger Bauzeit unter der Leitung des Coburger Architekten Albert Wagner steht das Europäische Museum für Modernes Glas, Zweigmuseum der Kunstsammlungen der Veste Coburg, seit dem 12.10.2008 dem Publikum offen. Seine Entstehung wäre ohne die Initiative des Coburger Unternehmers und Mäzens Otto Waldrich undenkbar. Dank der von ihm gegründeten Stiftung konnte der Neubau – mit Unterstützung zahlreicher Spender – finanziert werden. Auf ca. 1.055 qm Ausstellungsfläche kann der Besucher in der Dauerausstellung die Geschichte des Studioglases von den 1960er Jahren bis heute durchschreiten, ergänzt durch eine anschaulich aufbereitete Präsentation zu Glas und dessen Herstellung. Die Coburger Sammlung präsentiert Werke aus der Frühzeit dieser Bewegungen von Jaroslava Brychtvá, Václav Cigler, Dale Cihuly, Erwin Eisch, Kyohei Fujita, Stanislav Libenský, Vera Lisková, Harvey Littleton, Klaus Moje, Livio Seguso, Lino Tagliapietra, Luciano Vistosi oder René Roubícek. Aus der mittleren Generation sind Künstler aus vielen europäischen Ländern, aber auch aus USA, Australien oder Japan vertreten. Die jüngere Generation internationaler Glaskunst wird unter anderem mit Werken von Dafna Kaffemann (Israel) und Anna Skibska (USA) vertreten und zeigt Tendenzen, die sich von den klassischen Gefäßformen oder Skulpturen hin zu Assemblagen und Installationen entwickeln. Ein Lampenglasstudio verwandelt das Museum zudem in einen lebendigen Ort: Im Rahmen von bestellten Vorführungen kann sich der Besucher hier in die Geheimnisse der Glasverformung einweihen lassen. Vertiefende Informationen vermitteln zudem zahlreiche Filme zur Glasherstellung und einzelnen Künstlerpersönlichkeiten sowie eine Datenbank für Studioglas. Ein sinnliches Erlebnis bietet auch das den Raum bekrönende Glas-Licht-Objekt „Der Goldregen der Danaë“ von der japanischen Glaskünstlerin Masayo Oda, das während der speziell angebotenen Abendöffnungen erst seinen besonderen Reiz entfaltet.  Regelmäßige Sonderausstellungen und Veranstaltungen ergänzen die Dauerausstellung. Die Kunstsammlungen der Veste Coburg besitzen europaweit eine der größten Sammlungen von zeitgenössischem Glas (Studioglas). Bis zum Neubau wurden die Exponate in der 1856 erbauten Orangerie des Schlosses Rosenau präsentiert, die von den Kunstsammlungen der Veste Coburg 1989 als ein Zweigmuseum eingerichtet wurde. Die Coburger Kunstsammlungen hatten 1977 den „Coburger Glaspreis für moderne Glasgestaltung in Europa“ ins Leben gerufen und gehören seitdem zu den wichtigsten Förderungs- und Sammelstätten der internationalen zeitgenössischen Glaskunst.
Europäisches Museum für Modernes GlasZweigmuseum der Kunstsammlungen der Veste Coburg
Rosenau 10
96472 Rödental
0 95 63/16 06 – Infotel. 0 95 61/8 79 79
0 95 61/8 79 66
glasmuseum@kunstsammlungen-coburg.de
www.kunstsammlungen-coburg.de ÖffnungszeitenApril bis Oktober täglich 9.30 bis 13 Uhr und 13.30 bis 17 Uhr
November bis März täglich außer montags 13 bis 16 Uhr
Geschlossen: 24., 25. und 31. Dezember
AbendöffnungenEinmal im Monat spezielle Abendöffnungen mit besonderen Angeboten an, jeweils 17-20 Uhr. Konsultieren Sie zum Programm die Homepage des Museums.
Eintrittspreis3,- € mit den üblichen Ermäßigungen bzw. kostenlos mit einer Eintrittskarte
der Kunstsammlungen der Veste Coburg
FührungenFührungen werden ab dem 16.11.2008 an jedem dritten Sonntag im Monat um 14.30 Uhr angeboten, Preis 2,50 € pro Person zzgl. Eintritt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Führungen für Gruppen nach vorheriger Anmeldung.
PublikationClementine Schack von Wittenau: Neues Glas und Studioglas. Ausgewählte Objekte aus dem Museum für Modernes Glas. Regensburg 2004. ISBN 3-7954-1619-1. (mit 125 überwiegend ganzseitigen Farbabb. und 81 Schwarzweißabb.)
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