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Großplastiken von Bernhard Werke von Markus Lüpertz in der Bamberger Altstadt und im Barockgarten der Villa Concordia

Eine Ausstellung des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia



Nach Großplastikenausstellungen mit Werken von Künstlern wie Fernando Botero oder Bernhard Luginbühl werden vom 11. Juni bis 20. August 2006 - die Ausstellung ist verlängert worden - an mehreren Plätzen in der Bamberger Innenstadt sowie im Barockgarten der Villa Concordia Skulpturen von Markus Lüpertz gezeigt.

Die meisten der ausgestellten Arbeiten weisen zurück auf die antike Mythologie; da wären etwa der Kopf des Paris, der Kopf der Hera oder der Apoll. Daneben findet sich mit Kopf Chillida eine Hommage an den Künstler Eduardo Chillida.

Allen Skulpturen eignet etwas Klobiges, Chthonisch-Schwerfälliges; sie erinnern an verwitterte Funde archäologischer Ausgrabungen. Die Gesichter und Leiber haben häufig eine schroffe, wulstige Oberfläche, wirken mitunter unproportioniert und beschädigt – verletzt, versehrt.

"Ich bin ein Genie", konstatierte Markus Lüpertz einst. Und: "Ich will Ruhm. Ich will Reichtum. Ich will Luxus. Ich will alle diese Dinge, die das Leben schön machen, aber eben zu keinem Preis."Dass er nichts für Ruhm und Reichtum tut, kann man allerdings nicht sagen von dem Maler-Bildhauer, Kunstvermittler, Rektor der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf und Autor.
Reaktionen auf den Künstler und seine Arbeit sparen selten mit Bezeichnungen wie Malerfürst, Meister, Dandy, Ego oder Star, um dem Phänomen Lüpertz - mit aller (Selbst-)Inszenierung - und seinen Werken zu begegnen. Und schon mehrfach sorgte der Künstler für Skandale - so mit der Aphrodite in Augsburg oder dem Mozart-Denkmal in Salzburg. Mit 13 seiner Skulpturen gelangt nun alles andere als gefällige Kunst nach Bamberg.

Geboren 1941, erhielt Markus Lüpertz seine künstlerische Ausbildung von 1956 bis 1961 in der Werkschule in Krefeld, im Kloster Maria Laach, an der Kunstakademie in Düsseldorf und während eines Aufenthalts in Paris. Seit 1961 ist er freischaffender Künstler. 1962 ging er nach Berlin und entwickelte seine "dithyrambische Malerei", die besonders auf Friedrich Nitzsches späte Hymnen zu Dionysos rekurriert. 1966 veröffentlichte er dazu das Manifest "Die Anmut des 20.Jahrhunderts wird durch die von mir erfundene Dithyrambe sichtbar gemacht". Um 1970 wandte sich Markus Lüpertz im Rahmen seiner Auseinandersetzung mit Deutschland zwischen 1933 und 1945 'deutschen' Motiven zu. Augenfällig in seiner Malerei dafür sind etwa überdimensionierte Wehrmachthelme. In den 1980er Jahren trat das Subjekt in Lüpertz' Malerei stärker in den Vordergrund, etwa in den Selbstbildnissen. Außerdem werden Einflüsse kubistischer und afrikanischer Malerei sowie große Vorgänger wie Picasso immer deutlicher sichtbar.

In einigen Arbeiten frönt Markus Lüpertz, Gründer der Fußballmannschaft "Lokomotive Lüpertz", seiner Leidenschaft Fußball, zuletzt mit "Football on the Field", der Vorlage für eines der 13 Kunstposter, die anlässlich der Weltmeisterschaft 2006 erscheinen.

Standorte der Skulpturen in der Innenstadt Bamberg

Rosengarten Geyerswörth
Judith, 1995
Domplatz, vor der Neuen Residenz
Paris, 2001
Domplatz, an der Trautmannsmauer
Philosophin, 1998
Garten der Villa Concordia
(Öffnungszeiten: Di 18-21 Uhr, Sa+So 14-17 Uhr)
Kopf der Venus, 2002
Kopf der Hera, 2002
Kopf der Athene, 2002
Kopf des Paris, 2002
Barockkopf, 1990-1995
St. Sebastian, 1987
Obere Brücke
Der Apoll, 1989
Kopf Chillida, 2003 (zerstört und entfernt)
An der Universität 5
Clitunno, 1989/1990
Schönleinsplatz
Hirte, 1986

Hier finden Sie das Standortverzeichnis der Skulpturen.



Internationales Künstlerhaus Villa Concordia

Concordiastraße 28
96049 Bamberg
09 51/9 55 01-1 11
09 51/9 55 01-2 90
kontakt@villa-concordia.de
www.villa-concordia.de