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Landesbibliothek Coburg



Die Landesbibliothek Coburg ist die wissenschaftliche Regionalbibliothek für das nordwestliche Oberfranken. Sie verfügt über 400.000 Bände und bezieht laufend ca. 800 Zeitschriften.

Ihre Aufgaben gliedern sich in drei Bereiche:

  • Als Staatliche Bibliothek im Freistaat Bayern findet sie ihre Legitimation vor allem in der Vermittlung von Informationskompetenz in allen Bereichen der schulischen Ausbildung, der Fort- und Weiterbildung und der beruflichen Arbeit, um so selbständiges und lebenslanges Lernen zu unterstützen. Die ausreichende Versorgung mit den hierfür notwendigen Medien und Informationsquellen ist unerlässlicher Bestandteil einer effizienten Erfüllung dieser Aufgabe. Die Landesbibliothek arbeitet mit den weiterführenden Schulen, den Einrichtungen der Erwachsenenbildung, den Fachschulen und anderen Bildungseinrichtungen der Region Coburg eng zusammen.
  • Der zweite Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die möglichst vollständige Sammlung, Archivierung, Erschließung und Bereitstellung der Veröffentlichungen über die Region Coburg. Die Landesbibliothek Coburg arbeitet daher bei der Bayerischen Bibliographie mit und erstellt in diesem Rahmen die "Coburger Bibliographie", die Regionalbibliographie für das Coburger Land.
  • Der dritte Schwerpunkt schließlich ist die Sicherung und Nutzbarmachung der umfangreichen und zum Teil sehr wertvollen Altbestände und die Sammlung von Materialien zu regionalgeschichtlich bedeutenden Persönlichkeiten. Besonders zu erwähnen sind die (Teil-) Nachlässe von Moritz August von Thümmel (1738-1817) und Friedrich Hofmann (1813-1888), dem Herausgeber der "Gartenlaube".

Die Landesbibliothek Coburg ist aus der Hof- und Staatsbibliothek des früheren Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha hervorgegangen, der seitdem etliche Bibliotheken aus der Region angegliedert wurden.

Der in großer Anzahl vorhandene Altbestand gliedert sich in mehrere Teile:

  • Die Bestände der ehemaligen Hof- und Staatsbibliothek (ca. 60.000 Titel) umfassen vor allem Bände aus dem 17. bis 19. Jahrhundert und sind vorrangig dem enzyklopädischen Sammlungsinteresse der Coburger Herzöge der Epoche der Aufklärung zu verdanken.
  • Die vor allem juristische Literatur des 17. Jahrhunderts umfassende Bibliothek des Coburger Kanzlers Johann Conrad von Scheres, gen. Zieritz (1641-1704).
  • Die historische Bibliothek des Gymnasiums Casimirianum, die bei ihrer Gründung 1605 als Universitätsbibliothek geplant war. Die Sammlung umfasst ca. 10.000 Bände, vor allem aus dem 16. bis 18. Jahrhundert, darunter zahlreiche seltene Ausgaben zur deutschen Literatur des 17. Jahrhunderts
  • Die herzogliche Privatbibliothek enthält ca. 14.500 Titel vor allem des 19. Jahrhunderts, darunter eine sehr große Anzahl Belletristik einschließlich der Trivialliteratur. Bemerkenswert sind die zahlreichen Widmungsexemplare mit ihren oft prachtvollen Einbänden.

Dazu kommen noch eine Reihe von kleineren Bibliotheken und Sammlungen.



Beim Altbestand werden folgende Teilbereiche noch weiter ausgebaut:

  • Lutherdrucke aus der Lutherzeit
  • Die größte Almanach-Sammlung des deutschsprachigen Raumes (1750-1850)
  • Die Theaterbibliothek: Eine Sammlung von Aufführungsmaterialien des Sprech- und Musiktheaters der früheren Hoftheater in Coburg (heute Landestheater Coburg) und in Gotha. Die Sammlung erstreckt sich vor allem auf die Zeit des 19. Jahrhunderts bis 1918.

Die Archive der Internationalen Draeseke-Gesellschaft und der Deutschen Johann-Strauß-Gesellschaft befinden sich in den Depots der Landesbibliothek.

Die Landesbibliothek Coburg beteiligt sich an der regionalen Kulturarbeit und zeigt regelmäßig Teile ihrer wertvollen Bestände in Ausstellungen.



Landesbibliothek Coburg

Schloss Ehrenburg
Schloßplatz 1
96450 Coburg
0 95 61/85 38-0
0 95 61/ 85 38-2 01
lco@bib-bvb.de
www.bib-bvb.de/Landesbibliothek/home.htm

Öffnungszeiten

Ausleihe und Kataloge: Mo-Do 10-17 Uhr, Fr und Sa 10-13 Uhr
Lesesaal: Mo-Do 10-13 Uhr und 14.30-17 Uhr, Fr und Sa 10-13 Uhr
(während der Schulferien in Bayern ist die Landesbibliothek Mo-Fr 10-13 Uhr geöffnet)

Preise

Wir gratulieren Nevfel Cumart, der Preisträger des diesjährigen Kulturpreises der E.ON Bayern ist!

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