Home|Volltext-Suche|Sitemap|Kontakt |Impressum
Zurück zur Startseite
Zurück zur Startseite
Bildende Kunst
Künstlerportraits
Verzeichnis aller Künstler
Künstler-Suche
Künstlervereinigungen
Galerien
Kunstvereine
Museen
Europäisches Museum für Modernes Glas
Porzellanikon Hohenberg
weitere Ausstellungsinformationen
Felix-Müller-Museum
Glanz des Barock – Die Sammlung Ludwig in Bamberg
Graf von Schönborn Kunstsammlungen
Grafik Museum Stiftung Schreiner
Historische Museum Bamberg
Kleines Plakatmuseum
Kunst & Museum
Kunstmuseum Bayreuth
Kunstsammlungen der Veste Coburg
Sammlung Bayreuther Fayencen im Neuen Schloss, Bayreuth
Sammlung Herzogl. Kunstbesitz
Staatsgalerie Bamberg
Staatsgalerie im Neuen Schloss Bayreuth
Stadtgalerie Bamberg – Villa Dessauer
Töpfermuseum Thurnau
Kunst-/ Künstlerhäuser
Ausstellungsräume
Preise und Stipendien
Literatur
Musik
Kulturkalender
Preise und Stipendien
Blickpunkt Kultur
Kulturforum
Kulturlinks

Porzellanikon Selb - Europäisches Industriemuseum für Porzellan

Eine Zeitreise durch die europäische Porzellanherstellung

Im Zentrum der deutschen Porzellanindustrie, in Selb in Nordostbayern, erwarb Jacob Zeidler 1866 ein Grundstück an der Eisenbahnlinie Hof-Asch und errichtete darauf eine Porzellanfabrik. 1917, während des Zweiten Weltkrieges, in einer der vielen Krisenphasen der Porzellanindustrie, übernahm Philipp Rosenthal den Betrieb mit 10 Rundöfen und etwa 500 Anbietern. In den Fertigungsbereichen wurde zunächst die Rosenthal-Kunstabteilung untergebracht. Nach dem Zweiten Weltkrieg unter Leitung Philip Rosenthals wurden in den Räumen der Porzellanfabrik „Rosenthal-Bahnhof“ Meilensteine des Designs entwickelt. Renommierte Künstler und Designer, wie Björn Wiinblad, Tappio Wirkkala und Elsa Fischer-Treyden erarbeiteten hier erste erfolgreiche Serien u.a. für die Rosenthal Studio Linie. 1969 wurde die Produktion eingestellt.

Stück für Stück erwachte die Porzellanfabrik seit 1994 zu neuem Leben. Es entstand das „Europäische Industriemuseum für Porzellan“. Das Gelände erfüllt in mehreren Gebäudekomplexen vielfältigste Anforderungen an ein zeitgemäßes Museum.

Gießen von Hohlgeschirr (Vorführung)

Die Besucher erhalten Einblicke in die Herstellung des Porzellans vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Dabei sind neben authentisch eingerichteten Arbeitsplätzen mit Schauvorführungen durch erfahrene Porzelliner aus der Zeit der Manufakturen auch Vollautomaten des ausgehenden 20. Jahrhunderts zu betrachten. Bildschirme zeigen das Innenleben komplexer Maschinen wie Druckgussanlagen und machen so deren Funktionsweise nachvollziehbar.

Akustische und vor allem optische Reize haben großen Anteil an der Vermittlung von Technik, Handwerk und Kunstfertigkeit. Welcher Geräuschpegel in einer Maschinenhalle herrschte, wird u.a. durch Vorführungen an historischen Maschinen wie einer Dampfmaschine mit Transmission deutlich. Was sonst undenkbar wäre, nämlich der Gang durch einen Tunnelofen mit den ohrenbetäubenden Geräuschen im Inneren und den auftretenden Temperaturen, ist ebenso möglich.

Neben diesen sensualen Reizen erleichtert es vor allem der Einsatz moderner audiovisueller Medien den Besuchern, die unterschiedlichen, neben- und miteinander ablaufenden Produktionsprozesse nachzuvollziehen. Dabei erleichtert der chronologische Aufbau der Ausstellung de Besuchern, den sukzessiven technischen Fortschritt zu verfolgen.

Besonders beeindruckend ist die Möglichkeit des virtuellen Designs eines dreidimensionalen Gegenstandes mit Hilfe einer speziellen Software. Zudem ist es in jedem Ausstellungsbereich anhand von Touchscreen-Anwendungen möglich, neue Eindrücke zu vertiefen und noch offen gebliebene Fragen zu beantworten.

Das Europäische Industriemuseum für Porzellan umfasst nahezu 9.000 qm Ausstellungsfläche. Sonderausstellungen beschäftigen sich auch mit Themen aus den Bereichen Wirtschafts-, Industrie-, Technik- und Sozialgeschichte, aber auch mit den Themen zeitgenössisches Design, Kunsthandwerk sowie Keramik- und Porzellankunst. Auch die Sonderausstellungen haben wie die Dauerausstellung einen europäischen Ansatz.

Das Museum ist Teil der „Porzellanwelt Selb“, dem Zentrum der Porzellankultur im deutschsprachigen Raum, mit Info-Center und Museumsshop. Im September 2004 öffnete zum 125jährigen Jubiläum der Rosenthal AG das "Rosenthal Museum" an authentischem Ort seine Pforten. Im Jahr 2005 wurde der faszinierende Themenbereich „Technische Keramik“ eröffnet. Es ist das erste Museum in Europa, das sich der Hochleistungskeramik widmet. Es zeigt die vielfältigen Anwendungen von Keramik in Chemie, Elektrotechnik, Elektronik, im Automobilbau und der Medizin.

Im hoch modernen, leistungsfähigen Tagungs- und Kongresszentrum der Museen kommt der Charakter des alten Fabrikgebäudes unaufdringlich zur Geltung. Hier verbinden sich Tradition und Innovation. Allein das Auditorium bietet 230 Sitzplätze sowie fest installierte Simultandolmetscherkabinen. Eine Bühne auf dem großen Freigelände erlaubt in den Sommermonaten zahlreiche Open-Air-Veranstaltungen. Für das leibliche Wohl sorgt das Restaurant-Café „Altes Brennhaus“.

Für den Kenner und Interessierte steht eine 10.000 Bände umfassende Spezialkbibliothek zur Verfügung.


Porzellanikon Selb - Europäisches Industriemuseum für Porzellan

Werner-Schürer-Platz 1
95100 Selb
0 92 87/9 18 00-0
0 92 87/9 18 00-30
info@porzellanikon.org
www.porzellanikon.org

Öffnungszeiten

Di-So 10-17 Uhr
sowie nach telefonischer Vereinbarung

Führungen

nach Voranmeldung (auch fremdsprachige)

Neue Dauerausstellung

"Malerei der Manufakturen"

Ausstellung außerhalb Oberfrankens

14.11.-18.12.2008
Preview „Königstraum und Massenware. 300 Jahre europäisches Porzellan. Eine Erfolgsgeschichte“, Bannerausstellung, Sparkassenakademie Bayern, Landshut