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Sammlung Bayreuther Fayencen im Neuen Schloss, Bayreuth

Hochkarätige Fayencen der Bayreuther Fayencemanufaktur




Die Sammlung umfasst ca. 300 hochkarätige Fayencen, die in der Bayreuther Fayencemanufaktur zwischen 1716 und 1788 hergestellt wurden.
Aus dem Besitz der Bayreuther Markgrafen stammen einzelne Stücke, die zum Teil entsprechende Monogramme tragen. Sie gehören entweder zum Altbestand des Neuen Schlosses oder wurden später angekauft. Der Großteil der Fayencen wurde 1976 von der Bayerischen Schlösserverwaltung mit dem Ankauf der Sammlung Rummel erworben. Weiter Ankäufe und Leihgaben runden die Sammlung ab.

Fayencen waren schon im alten Ägypten und Persien bekannt. Sie bestehen aus einem hellbraunen oder rötlichen Tonscherben mit meist weißer, deckender Zinnglasur, die farbig bemalt werden konnte. Rein äußerlich ähnelt die Fayence dem Porzellan, ist aber in Masse und Eigenschaften verschieden. Im 18. Jahrhundert dienten Fayencen als preiswerte Alternative zum Porzellan. Manufakturen produzierten verschiedene Qualitäten für alle Bevölkerungsgruppen. Die feinsten Stücke fanden auch auf der höfischen Tafel Verwendung.


Der Rundgang in der Sammlung beginnt mit der Frühzeit der Fayenceherstellung in Bayreuth und den damals typischen, blauweißen Fayencen, die als Ziergegenstände und Schaugeschirre das Heim ihrer Besitzer verschönerten. Besondere Geschirrformen, die heute nicht mehr gebräuchlich sind, werden dem Betrachter vorgestellt. Ein Prunkstück ist der 40 cm hohe Ziertopf in Form einer Milchkanne, der wohl aus der marktgräflichen Küche stammt. Es handelt sich um eines der größten Gefäße, das je in der Bayreuther Fayencemanufaktur hergestellt wurde.
Farbige Service aus Fayence kamen vorwiegend in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts in Mode. Mit ihrem feinen Material und der exquisiten Bemalung kamen sie Porzellan schon recht nahe. Es wurden jedoch keine Tafelservice hergestellt. Zum Beispiel waren kleine Tische mit Tischplatten aus Fayence an Fürstenhöfe für den Genuss der neuen Modegetränke - Kaffee, Tee und Schokolade - beliebt. Neben blauweißen und farbigen Fayencen stellte die Manufaktur als Spezialität Fayencen mit kaffeebrauner und gelber Glasur und fein graviertem Gold- oder Silberdekor her, die in guter Qualität heute sehr gesucht sind. In der Sammlung im Neuen Schloss sind zahlreiche ausgezeichnete Stücke zu bewundern.






Sammlung Bayreuther Fayencen im Neuen Schloss, Bayreuth

Neues Schloss und Hofgarten Bayreuth
Sammlung Bayreuther Fayencen
Schloss- und Gartenverwaltung Bayreuth-Eremitage
Ludwigstraße 21
95444 Bayreuth
09 21/7 59 69-21
sgvbayreuth@bsv.bayreuth.de
www.schloesser.bayern.de

Öffnungszeiten

April-September: 9-18 Uhr
Oktober-März: 10-16 Uhr

Eintrittspreise

€ 4,-/3,-
Gesamtkarte Neues Schloss / Marktgräfliches Opernhaus € 7,-/6,-

Begrenzte Anzahl von Parkplätzen vor dem Neuen Schloss; Rollstuhl auf Anfrage, Aufzug und Behindertentoilette vorhanden.

Auszeichnung

Herzliche Gratulation an Prof. Bernd Goldmann, Direktor des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia, dem die Ehrenmedaille des Bezirks Oberfranken in Silber überreicht wurde.

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