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Staatsgalerie Bamberg in der Neuen Residenz



Kölner Maler, Tafeln des Heisterbacher Altars, um 1450


Die Staatsgalerie Bamberg in der Neuen Residenz gehört zu den ältesten staatlichen Filialgalerien in Bayern. Zunächst Ausweichquartier für die großen Gemäldebestände des Kurfürstentums und späteren Königreichs Bayern, kann man spätestens im zweiten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts von einer königlichen Filialgalerie sprechen. Während die Galerie des 19. Jahrhundert einen stark durchmischten Bestand aller Zeiten, Schulen und Qualitätsstufen aufwies, kam es in den Dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts auf Vorschlag des damaligen Münchner Galeriedirektors Friedrich Dörnhöffer zu einer durchgreifenden Neukonzeption auf höherem Niveau. Das damals entwickelte gemeinsame Ausstellungskonzept zwischen Staat und Stadt mit dem Ziel, das Beste der nebeneinander existierenden staatlichen und städtischen Kunstsammlungen in der Residenz zusammenzuführen, wirkt bis heute nach.


Am 12. Juli 1968 erstand die Galerie in ihrer heutigen Gestalt. Der Bestand zählt 167 Gemälde, darunter 69 Leihgaben überwiegend der Stadt Bamberg. Die Galerie ist entsprechend den historischen Appartements der Residenz in eine barocke und eine altdeutsche Abteilung gegliedert.


Johann Kupetzky, Bildnis der Familie von Mayern, Leihgabe der Staatsbibliothek Bamberg

Die Barockgalerie umfasst Werke vom 17. bis frühen 19. Jh., von Frans Francken d. J., dem Caravaggisten Dirck van Baburen, dem Rembrandtschüler Gerbrand van den Eeckhout, von dem in Nürnberg tätigen Porträtisten Johann Kupetzky und der Bamberger Künstlerin Katharina Treu. Die Folge des „Triumphes der katholischen Kirche“ des Rubens-Lehrers Otto van Veen gehört zu den Höhepunkten der Galerie.
Die altdeutsche Abteilung zeigt u. a. kostbare kölnische Altargemälde aus der Sammlung der Kölner Kaufmannsbrüder Boisserée, die König Ludwig I. von Bayern im Jahre 1827 für die Alte Pinakothek erwarb: Tafeln des Heisterbacher Altars aus dem Umkreis des Malers Stefan Lochner und Gemälde aus dem Umkreis des Meisters des Marienlebens bilden hier einen Schwerpunkt. Es schließen sich Werke der bedeutenden Bamberger Malerschule des 15. Jahrhunderts sowie Gemälde der Dürerzeit an (Hans von Kulmbach, Hans Wolf). Eine herausragende Position in der Galerie nimmt die "Sintflut" des Hans Baldung Grien, Leihgabe der Stadt Bamberg, ein. Ein eigener Raum ist Gemälden Lucas Cranachs d. Ä. gewidmet.


Hans Baldung Grien, Die Sintflut, 1516, Leihgabe der Städtischen Kunstsammlung Bamberg, aus der Sammlung Heunisch



Staatsgalerie in der Neuen Residenz - Zweiggalerie der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen

Neue Residenz
Domplatz 8
96049 Bamberg
09 51/5 19 39-0
09 51/5 19 39-1 29
sgvbamberg@bsv.bayern.de
www.pinakothek.de/zweiggalerien

Öffnungszeiten

1. April - 30. September: Mo-So 9–18 Uhr, Do bis 20 Uhr
1. Oktober - 31. März: Mo-So 10–16 Uhr

Sonderausstellung

21.07. - 14.10.2007
Kaiserräume - Kaiserträume. Forschen und Restaurieren in der Bamberger Residenz
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