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Goldhahn, Harald

"Harry Hirsch alias Harald Goldhahn legt sein viertes Album vor: "Slide Serenades" (keine Nummer, s. www.harry-hirsch-blues.de). Dem Titel entsprechend hören wir hier seine ausgezeichnete Slide-Gitarre auf Resonator-Gitarren, fast solo, nur sparsam unterstützt von Fiddle und einem gelegentlichen Saxophon, und im Gegensatz zu früheren Aufnahmen besteht die CD fast ausschließlich aus Eigenkompositionen. Auch stimmlich kann Hirsch überzeugen. Hirsch/Goldhahn ist Künstler, und entsprechend aufwändig ist die Gestaltung der Hülle. Das ist etwas ganz Besonderes, sowohl musikalisch wie auch textlich und grafisch, sozusagen ein Gesamtkunstwerk."
Teddy Döring in Jazz Podium, Stuttgart 3/2008.

"Einen kräftigen, rustikalen Sound produziert der auf Blues, Soul, Gospel und anrainende Stile spezialisierte Sänger und Gitarrist Harry Hirsch (alias Harald Goldhahn), der mit seiner ehemaligen Formation "Acoustic Blues Duo" erfreuliche und für bibliophile CD-Liebhaber stets originelle, druckgraphisch phantasievolle Produkte schuf. Jetzt präsentiert Harry Hirsch im Sologang seine neue CD "Little Light", die von der Ausstattung her an die ehemalige Tradition schließt und in Design und Graphik eher für den Bücherschrank denn für das CD-Regal passt. Liebevoll! Musikalisch macht Hirsch Musik "mit der Hand". Sein Programm besteht aus 10 Titeln aus dem Gospel- und Spiritual-Bereich und steht in der besten Tradition mit den Veteranen wie etwa Blind Willie McTell, Reverend Gary Davis, John Hurt und anderen. Und man nimmt Hirsch sein Engagement ab, er singt seine Stücke - Klassiker, wie "The Saints", "Careless Love", "Joshua Fought the Battle of Jericho" u.a. - , die als alt gediente Schlachtschiffe eigentlich keinen mehr vom Hocker reißen, mit einer Frische und persönlicher Verve, dass sie zum Fußwippen und Mitsingen anregen. (...) Einzige Kritik: Der informative (und teils auch persönliche) Text des Künstlers, der leider nur der Pressemeldung beiliegt, hätte in das Booklet gehört (oder wurde er übersehen?). Hier interpretiert Hirsch jedenfalls seine zehn Stücke verbal und setzt sie in den Kontext seiner Programmidee: "In jedem Leben tauchen meist unerwartet und oft aus heiterem Himmel Gefühle und Stimmungen auf, die zutiefst niederschmetternd sind. "Sometimes I feel like a motherless child " ist ein vielfach interpretiertes Spiritual darüber, wie es ist, am Leben zu sein und sich dem Tod nahe zu wähnen. Oder sich zu fühlen, wie eine durch die Luft gewirbelte Feder"."
Peter Maier im Fachmagazin Gitarre aktuell, Hamburg, Heft Nr. 98-III/2007, S. 30.

"Meist sind es grafische Mischtechniken wie Holz- und Linoldruck oder Tusche und Farbstift mit denen er [Harald Goldhahn] collagierend arbeitet. Dabei beschränkt er sich meist auf die Farben Schwarz, Weiß und Rot und setzt aus ihnen Versatzstücke unserer Welt und schemenhafte Gestalten zusammen. In Verbindung mit den Titeln der Bilder, die zum Beispiel 'Freier Fall', 'Durchblick', 'Aha', 'Monolog', 'Diskurs', 'Richtungswechsel' oder 'Verstrickung' und 'Geist und Materie' lauten, deutet sich an, daß der Künstler und somit die Figuren auf seinen Werken um ein Verständnis dieser Welt ringen, dabei stürzen, ins Netz gehen, ausbrechen, lethargisch sind oder Gedankensprünge machen und Innenwelten betrachten und dabei Hoffnung schöpfen."
Cornelia Masel-Huth in: Fränkischer Tag (Ausgabe Kronach) vom 3. August 2000.

"Goldhahn, 1955 im Vogtland geboren, hat sich sowohl in seiner Malerei als auch musikalisch dem Blues verschworen. In seinen schwarz-weiß gehaltenen Bildern porträtiert er in Mischtechnik Blues-Legenden wie Katie Webster, William 'Jazz' Gillum oder John Lee Hooker. Aber nicht die realistische Abbildung ist sein Ziel. Goldhahn gelingt es, seinen Zeichnungen 'Blues' einzuhauchen: Verschwommen, nur in Schattierungen warhnehmbar erschließt sich dem Betrachter das Konterfei einer Person. Der Hintergrund zumeist nur schemenhaft angedeutet. Textzeilen und Namen, leicht verwischt im Hintergrund, bezeichnen die dargestellten Persönlichkeiten weiter. Besonderes Merkmal mancher Bilder sind hinzugefügte 'reale' Teile wie Handschuhe, Hemden oder Stoffe."
Hünfelder Zeitung vom 20. Oktober 1998.

Ausstellungen außerhalb Oberfrankens

21.11.09-07.02.2010 Berlin, Prenzlauer Berg-Museum, "20 Years Since the Fall of the Wall" (Beteil.)