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Luisenburg-Festspiele




Die Luisenburg-Festspiele Wunsiedel im Fichtelgebirge sind die ältesten Freilicht-Spiele in Deutschland. Seit bald 120 Jahren wird auf dem „grünen Hügel“ unweit der Festspielstadt vor der beeindruckenden Granit- und Waldkulisse des größten Felsenlabyrinths Europas Theater auf höchstem Niveau gespielt von einem Ensemble, das immer wieder von großen und berühmten Schauspielerpersönlichkeiten geprägt wird. Mehr als 135.000 Besucher kommen alljährlich zwischen Ende Mai und Mitte August, um dieses einzigartige Theatererlebnis unter freiem Himmel, aber mit überdachtem Zuschauerraum, zu genießen.

Der Spielplan für die Saison 2008, der auch wieder zu einem Besuch der Luisenburg-Festspiele und der Festspielstadt Wunsiedel „verführen“ soll, bietet für jeden etwas, angefangen vom Kinder- und Familienstück „Der Räuber Hotzenplotz“ bis hin zum Klassiker „Die Räuber“, von dem österreichischen Schelmenstück aus finsterer Zeit "Zwölfelläuten" zum Alpenrustikal „Der Watzmann ruft" mit Wolfgang Ambros.

Schillers Schauspiel gehört einfach auf die Luisenburg, wie Aufführungen seit 1833 beweisen, und immer noch in unsere Zeit mit der Auseinandersetzung darüber, ob man die Menschen zu ihrem Glück zwingen oder verführen kann und darf, ob Gemeinnutz um jeden Preis vor Eigennutz geht. Und was ist mit den so ungleichen Brüdern, die sich in vielem doch so ähnlich sind? An ihnen wird demonstriert, wie Gewalt entsteht und eskaliert. Schiller hat mit seinem Erstling zu allererst gegen staatliche Willkür opponiert. Es gibt sie bis heute ... Wirklich revolutionär waren "Die Räuber“ aber vor allem auf dem Theater selbst, wo mit ihnen alte Zöpfe abgeschnitten, mit Traditionen gebrochen und neue Theaterstile erprobt und gefunden wurden: ein Klassiker als "Trendsetter".

Das Familienstück "Der Räuber Hotzenplotz" nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Ottfried Preußler erzählt die Geschichte über den gefährlichen Räuber Hotzenplotz, der die wundervolle Kaffeemühle der Großmutter gestohlen. Da müssen Kasperl und Seppl auf Verbrecherjagd gehen, denn der Wachtmeister Dimpfelmoser ... naja. Natürlich wird am Ende alles gut, denn Preußlers Geschichten sind spannend und gruselig, aber niemals bedrohlich und immer auch lustig. Kein Wunder, denn das Personal verrät, daß es sich hier eigentlich um richtiges schmissiges Kasperltheater handelt.

"Der Watzmann ruft" noch immer ­ oder genauso unerbittlich das Publikum. Das hatte sich keiner der Autoren und Darsteller 1972 träumen lassen, als sie aus einer "Schnapsidee" heraus ein "Rustikal" über den Kampf zwischen dem Berg und dem Menschen entwickelten, das über Nacht zum Kultstück wurde und es bis heute geblieben ist.

Auf dem Programm der diesjährigen Luisenburg-Festspiele stehen außerdem die Operette "Das Schwarzwaldmädel" von Léon Jessel, die Oper "Tosca von Giacomo Puccini und ein Sommerkonzert mit den Hofer Symphonikern, außerdem das Konzert von Wofgang Ambros und der Nr. 1 vom Wienerwald, Ottfried Fischers Heimatprogramm "Wo meine Sonne scheint!", "Josef Filzers Briefwexel" und Karl Valentins "Der Tiefseetaucher im Felsenlbyrinth".

Um diese Tradition zu pflegen, wurden 2004 zwei Nachwuchspreise von der Rosenthal AG und von der Festspielstadt Wunsiedel gestiftet. Die ersten Preisträger waren Barbara L. Bauer, die 2006 im „Wittiber“ die weibliche Hauptrolle spielte und Barbara Romaner, 2005 die gefeierte Geierwally und 2006 die Pippi Langstrumpf. 2005 erhielten Jessica Higgins und Michael Pascher die Preise, 2006 gingen die Nachwuchspreise an Julia Eder und Stefan Murr, 2007 an Elli Wissmüller und Sebastian König. Mit dem Rosenthal-Nachwuchspreis 2007 wurde die 28-jährige Elli Wissmüller ausgezeichnet. Elli Wissmüller überzeuge, so die Jury, vor allem als Gretchen im „Faust“ durch Natürlichkeit und intuitives Spiel; ihre Vielseitigkeit bewies sie auf der Luisenburg auch in der Rolle der Madame Bonacieux in Dumas „Musketieren“.



Luisenburg-Festspiele

Naturbühne & Felsenlabyrinth
95632 Wunsiedel
www.luisenburg-aktuell.de


Kartenvorverkauf
Verkehrs- und Kulturamt
Jean-Paul-Str. 5
95632 Wunsiedel
0 92 32/6 02-1 62
0 92 32/6 02-1 69

Spielplan

zu den Spielterminen